Muladhara Chakra

Muladhara Chakra

MŪLĀDHĀRA Chakra

Jetzt kommen wir zum adhara Lotus. Er ist am Mund der suṣumnā befestigt und befindet sich unterhalb der Genitalien und oberhalb des Anus.

Er hat vier Blütenblätter von purpurner Farbe. Sein Kopf (Öffnung) öffnet sich nach unten. Auf seinen Blütenblättern befinden sich die vier Silben von Va bis Sa in glänzendem Gold.

In diesem Lotus befindet sich das Quadrat der Erde, umgeben von acht glänzenden Speeren. Es ist von einer glänzend gelben Farbe und schön wie ein Blitz, ebenso wie das bīja von dhāra (Laṃ) das darin scheint.

Ṣaṭ-Cakra-Nirūpaṇa

 

mualdhara chakra sound

Der SITZ DES BEGINNS

Das mūlādhāra Chakra ist der Sitz der Kraft, die die Basis der Existenz bildet.

Es ist das Tor zur Verkörperung und zugleich zu den Begrenzungen des Seins. Hier ruht Kuṇḍalinī, in sich gewunden und schlafend, bereit zu erwachen.

Im Tantra wird gelehrt, dass die Vereinigung der drei Bewusstseinszustände – Wachen, Träumen und Tiefschlaf (jāgrat, svapna, suṣupta) – das Feuer der Kuṇḍalinī entfacht, was letztlich zum Erwachen des vierten Bewusstseinszustands, turīya, führt.

Von diesen drei Zuständen repräsentiert mūlādhāra den Tiefschlaf des Bewusstseins, in dem das Selbst vollständig in das Materielle eingetaucht ist. Im Tiefschlaf, suṣupta, ist das Bewusstsein von Dunkelheit eingehüllt und hat keine Einsicht in die wahre Natur der Dinge.

Diese Dunkelheit ist jedoch nicht ohne Akzeptanz – es ist die völlige Hingabe an das, was ist, auch wenn es Begrenzung bedeutet. Daher ist dieser Zustand des Seins dem höchsten Glück des samādhi ähnlich, jedoch ohne das Licht des Bewusstseins und daher ohne die Erkenntnis dessen.

Mūlādhāra ist somit das tiefste, innerste und unbewussteste Zentrum – der Sitz der Materie selbst, das Fundament aller physischen und körperlichen Existenz und daher das anamaya kośa – die physische Hülle. Innerhalb der Dreifaltigkeit von Wille, Wissen und Handlung ist der physische Körper der Sitz des ersten Aspektes der Handlungskraft (kriyāśakti).

Jede Handlung, muss zuerst im Körper verankert sein, von dort bahnt sich ihren Weg durch Raum und Zeit und formt die Erfahrungen des Selbst.
Die vollständige Entfaltung dieser universellen Handlungskraft erfordert die Vereinigung ihrer drei Komponenten, die den genannten Bewusstseinszuständen und den ersten drei Chakren entsprechen.

Das Ziel aller yogischen Bemühungen ist es, diese drei Aspekte in den unteren Zentren zu erwecken und ihre Energie ins Herz zu heben.
Der erste Aspekt von kriyāśakti, der im mūlādhāra erweckt werden muss, ist tapas – die Hitze oder feurige Leidenschaft für Wachstum, Liebe zur Praxis, unerschütterliche Disziplin sowie Hingabe an die Kraft. Dieser Aspekt der Hitze, der die tamasische Dunkelheit des mūlādhāra überwinden kann, markiert den ersten Schritt im Aufstieg der Kuṇḍalinī.

Tapas, das im Yoga von zentraler Bedeutung ist, wird gleich zu Beginn des zweiten Kapitels der Yoga-Sutras erwähnt. Es ist der Weg zur Reinigung des Körpers und zum Erwachen des strahlenden mūlādhāra.

Yoga des Handelns (Kriya Yoga) hat drei Komponenten:
Tapas – Hitze oder intensive Disziplin,
Svadhyaya – Verfeinerung (Selbststudium),
Ishvara Pranidhana – Hingabe an Gott.

Da intensive Disziplin Unreinheiten verbrennt,
werden der Körper und seine Sinne äußerst verfeinert.

Pātañjalayogasūtra II (1, 43)

 

person meditating yoga sun moon

EIGENSCHAFTEN

Ausgewogen:

Ein starker, gut gebauter Körper. Disziplin, klare Gedanken und guter Schlaf. Leichte und gesunde Ausscheidung. Einfaches, lineares Denken, Vermeidung von unproduktiven Gedanken und unnötigen Handlungen. Akzeptanz der Existenz und ihrer Begrenzungen sowie ihres inhärenten Leidens. Sicherheitsgefühl. Furchtlosigkeit auch im Angesicht der Schrecken der Existenz.

Unausgewogen:

Fettleibigkeit, Anzeichen von körperlicher Verschmutzung. Schwierigkeiten bei der Etablierung von Ess-, Arbeits- und Schlafrhythmen. Unruhiger Schlaf und Lethargie. Unnötige physische Bewegungen. Todesangst. Körperliche Schwäche.

Bedeutung: Wurzel, Unterstützung
Mantra: Oṃ pṛthvī namaḥ
Element bīja: Laṃ, Erde
Aspekt von kriyāśakti: Tapas - Hitze, intensive Disziplin
Alter: 0–7 Jahre

Anatomie: Das untere Ende der suṣumnā. Für Frauen – am Gebärmutterhals, das innere Ende der Vagina. Für Männer – auf halbem Weg zwischen Anus und Genitalien am Damm.
Symbolik: Ein Lotus mit vier Blütenblättern, ein gelbes Quadrat

Übung für das Wurzelchakra

Hier in unserem Download-Bereich findest du die Übung „Muladhara Kriya”. Diese Übung ist eine Verehrung und Erweckung der Energie des Wurzelchakras.

Alle Übungen sind von Hand illustriert und liebevoll gestaltet. Sie werden deine Yoga-Praxis bereichern und vertiefen. Komm vorbei und praktiziere mit uns! Alles Liebe!

Mehr zu den Chakren hier

Eine Reise durch die Chakren ist eine Reise zu dir selbst.

In diesem Buch reisen wir auch zu den Wurzeln des Kundalini Yoga und yogische Anatomie, wir entdecken die Geheimnisse der Koshas, Prana und der Dreifaltigkeit der Göttin.

Diese tiefgründigen Praktiken, Visionen und Einsichten in die yogische Anatomie und Chakren werden jede Yoga-Praxis inspirieren und bereichern.

Weitere Artikel Wöchentlich

Wir werden wöchentlich weitere Artikel zu den einzelnen Chakren, den Koshas und Themen yogischer Philosophie verfassen. Schau vorbei oder schreib uns eine E-Mail, sodass ich dich in den Newsletter-Verteiler aufnehmen kann.

Noch Fragen? Schreib uns einfach!

Die Dreifaltigkeit im Yoga

Die Dreifaltigkeit im Yoga

DIE DREIFALTIGKEIT

Die Göttin, die dreifaltig ist, erschafft die dreifache Welt in einem winzigen Moment.

Oh Herr der Götter, die drei Götter, Brahmā, Viṣṇu und Rudra, und die drei heiligen Throne werden gemeinsam geschaffen, dort, wo die eine Herrin der Götter durch ihre dreifache Natur wohnt.

Dieses gesamte bewegliche und unbewegliche Universum wurde von ihr erschaffen. Sie bewirkt die Manifestation und die Auflösung aller Dinge, nur zum Vergnügen des Spiels des Seins. Sie erschafft das dreifache Universum, die unglaubliche Stadt des Dreiecks.

Manthāna Bhairava-Tantram (35:14cd-16-17)

schlangen trinity kundalini zeichnung

PARĀ, PARĀPARĀ UND APARĀ

Manifestation

In der yogischen Philosophie wird die Welt als eine Manifestation unveränderlicher und ewiger Prinzipien betrachtet. Diese universalen Prinzipien existieren in ihrer höchsten Form jenseits jeder Manifestation. Sobald sie in den Prozess der Manifestation eintreten, nehmen sie Form an und werden existent, doch beraubt dieser Prozess sie im selben Atemzug ihrer ewigen Natur.

Zum Beispiel werden Śiva und Śakti als die beiden Kräfte gesehen, die das Universum und seine Dreifaltigkeit hervorbringen. Sie sind Bewusstsein und seine schöpferische Kraft. Ihre Vereinigung schafft die Geburt aller Dinge.

Die Zweigeschlechtlichkeit des Lebens, wie Männer und Frauen, die durch das Wechselspiel ihrer Natur das Menschsein hervorbringen, ist Ausdruck dieser universalen Schöpfungskräfte. Diese Dualität finden wir auch im Spiel von Sonne und Mond, Tag und Nacht sowie Leben und Tod.

Das, was die eigentliche Essenz aller Wesen ist und selbst immer formlos bleibt, wird als parā bezeichnet, während das, was sich manifestiert als aparā gilt. Diese beiden Aspekte können als das Reine (parā) und das Unreine (aparā) verstanden werden.

Parā ist der Wille zum Sein (icchā śakti) und im Wesentlichen das Selbst.

Aparā hingegen ist die Kraft, die die manifestierte Welt schafft, die Kraft, die Ausdruck ermöglicht, und sie steht an der Quelle jeder Handlung (kriyā śakti).

Analog zu diesem Verständnis werden die unteren Chakren als aparā bezeichnet, denn sie sind jene Orte, an denen das Bewusstsein im Endlichen gebunden ist. Gleichzeitig sind es jene Orte, von denen ausgehend Handlung entspringt und über die Handlung Selbsterfahrung ermöglicht wird.

Die höheren Chakren werden als parā angesehen, da in ihnen das Bewusstsein wohnt, das dem Streben nach Selbsterkenntnis und Befreiung entspricht. Dazwischen liegt das Herz, die Göttin Parāparā, die als Brücke zwischen dem Höheren und dem Niederen dient und die Kraft der Erkenntnis (jñāna śakti) repräsentiert.

Jñāna ist jene Erkenntnis, die die wahre Natur der Dinge erfassen kann.
Dieser kosmische Tanz, der sich auch im Individuum widerspiegelt, ist das Zusammenspiel dieser drei grundlegenden Kräfte, die über das Individuum hinaus die gesamte Existenz hervorbringen.

Diese drei Kräfte sind auch die Dreifaltigkeit, die fast alle spirituellen Traditionen im Laufe der Jahrhunderte gesucht haben. Die christliche Tradition beispielsweise sieht die Welt als von dem Heiligen Geist, dem Vater und dem Sohn durchdrungen. Hier stellt der Heilige Geist die nicht manifestierte Quelle des Seins dar, der Vater ist das Gesetz und damit die Erkenntnis der Wahrheit, und der Sohn ist die Verkörperung, die Kraft der Handlung und in letzter Konsequenz die Erfahrung Gottes in Person.

Diese Dreifaltigkeit spiegelt sich auch in der Dreifaltigkeit von Brahmā, Viṣṇu und Śiva wider: Schöpfung, Erhaltung und unmanifestierte Zerstörung. Sie symbolisiert die Dreifaltigkeit hinter Wille, Wissen und Handlung oder Subjekt - parā, Objekt - aparā und Mittel zur Erkenntnis - parāparā.

Die Dreifaltigkeit des Bewusstseins

Das individuelle Selbst existiert auf der Ebene der aparā, da dort die Kräfte der Handlung und Selbstverwirklichung wirken. Das Individuum ist daher jener Aspekt unseres kosmischen Selbst, der von kriyā śakti, der Kraft der Handlung, erhalten wird. Auf dieser Ebene erscheint das Individuum selbst wiederum in einer dreifachen Natur.

Die Welt, ähnlich wie ein Hologramm, scheint das Größere im Kleineren zu spiegeln. Diese drei Komponenten der kriyā śakti sind grundlegende Aspekte der menschlichen Natur, aus denen heraus die individuelle Wahrnehmung und Gestaltung der Welt stattfindet – es sind drei Zustände des menschlichen Bewusstseins.

Diese drei Bewusstseinszustände, die die menschliche Erfahrung ausmachen, sind Wachen, Träumen und Tiefschlaf (jāgrat, svapna, suṣupta).

Das Zusammenspiel dieser grundlegenden Aspekte des Bewusstseins erschafft den alltäglichen Geisteszustand unseres Seins. Das gegenseitige Durchdringen dieser drei Zustände ist die Grundlage unseres menschlichen Selbst und unserer Handlungen. Der Bewusstseinszustand, der Einsicht in die tatsächliche Wahrheit dessen, „was ist“, ermöglicht, ist ein weiterer, vierter Zustand des Bewusstseins.

Dieser vierte Zustand wird turya genannt. In diesem Zustand steigt das Bewusstsein von den unteren drei Chakren zum Herzen hinauf und kann dort mit dem, was tatsächlich ist, in Kontakt treten. Turya, im Gegensatz zu den anderen drei Bewusstseinszuständen, ist daher die Brücke in die Realität und zugleich der meditative Zustand des Geistes.

die Dreifaltigkeit der Göttin

KRIYĀ ODER APARĀ ŚAKTI

Ich verneige mich vor der Göttin (Aparā), die im Körper von Bhairavas tanzender Form wohnt und in ihm spielt wie ein Blitz vor einem Himmel, der mit dichten Sturmwolken bedeckt ist.

Tantrāloka (Dr. Mark S. G. Dyczkowski)

Wenn wir die unteren drei Chakren betrachten, erkennen wir, dass sie gemeinsam die Kräfte des Handelns umfassen: Körper, Vitalität und Geist.

Diese Kräfte des Handelns werden von den drei Bewusstseinszuständen regiert, die das menschliche Leben umfassen.

Suṣupti

Mūlādhāra, das erste und unterste Chakra enthält jenen Aspekt der Kraft des Handelns, der das völlige Eintauchen und Verschmelzen mit dem physischen Körper ist.

Dieser Zustand entspricht dem Tiefschlaf des Bewusstseins - Suṣupti. So wie der Körper selbst als unbewusste Materie erscheint, die jedoch von Sein durchdrungen ist, so verschmilzt im Tiefschlafzustand das bewusste Sein vollständig mit der unbewussten Materie. Hier findet Verkörperung statt, und auf diese Weise wird die Grundlage für jede Handlung geschaffen.

Svapna

Das zweite Chakra birgt die Kraft des Traumzustandes -Svapna, in dem das Selbst in Form von Wünschen und Träumen existiert. Im Traumzustand klammert sich das Selbst an das Angenehme und flieht vor dem Schmerzhaften. In diesem Zustand fehlt es dem Selbst an bewusstem, gezieltem Willen oder Kontrolle über die eigenen Handlungen.

Und dennoch, in diesen Träumen liegt der Schatz unserer kreativen Impulse verborgen; hier wird die Welt und ihr Tanz ins Dasein geträumt. Svādhiṣṭhāna ist der Sitz des Körpers des prāṇā, von dem das Leben hervorquillt und die Welt befruchtet.

Jāgrat

Der dritte Aspekt der kriyā śakti ist das maṇipūra Chakra, das von den Sturmwolken der eigenen Gedanken verdeckt ist – es ist der Sitz des Geistes. Maṇipūra repräsentiert den erwachten Zustand des Selbst - Jāgrat.

Hier formt das Individuum Ideen über sich selbst, die Zukunft und die Vergangenheit und schafft seine Identität. Dieses Chakra ist daher der Sitz der Persönlichkeit, da über die Bilder des Verstandes eine Identität geformt werden kann. Es ist aber auch jener Ort, an dem die Ziele für unser spirituelles Wachstum geformt und gesetzt werden können.

Turya

Wenn diese drei Chakren und ihre Kräfte erweckt sind, können sie sich im meditativen Zustand vereinen, und das Selbst mit all seinen Leidenschaften kann ins Herz geführt werden.

Wenn das Herz in der Stille der Kontemplation erreicht wird, kann Kuṇḍalinī in Form des Blitzes erweckt werden, und der Pfad zum Himmel ist frei.

apara shakti kriya shakti

JÑĀNA ODER PARĀPARĀ ŚAKTI

Möge Parāparā, die pulsierende, strahlende Spitze des Wissens, die die dreifache Fessel mit ihren lodernden Strahlen des Lichts verbrannt hat, die Macht haben, alles, was der Wahrheit zuwiderläuft, zu entwurzeln.

Tantrāloka (Dr. Mark S. G. Dyczkowski)

Das Herz ist der Sitz der Parāparā Śakti, jener Kraft, die zwischen dem höchsten parā und dem endlichen aparā vermittelt, ähnlich wie die Seele, die zwischen dem Irdischen und Göttlichen steht und beide durch die Entscheidungen des Herzens in Einklang bringt.

Parāparā verkörpert die Macht der Einsicht, jñāna śakti.

Diese Kraft besitzt den Schlüssel, um zwischen Wahrheit und Unwahrheit zu unterscheiden. Auf diese Weise verbrennt Parāparā die Illusionen, die der Geist erschafft.

Parāparā ist das Wissen jenseits des Konzeptionellen. Woher wissen wir, was gut oder wahr ist? Wir wissen es, weil das Herz es erkennt und uns den Weg weist, selbst wenn es dafür keine Worte gibt.

jnana shakti parapara

ICCHĀ ODER PARĀ ŚAKTI

Ich verneige mich vor Parā, der kreativen Intuition des Bewusstseins. Vereint mit Bhairava, hat sie ihren Platz auf den Spitzen der Lotusse des Trika-Dreizacks, dessen Zinken die Aspekte der Wahrnehmung, Subjekt, Objekt und Mittel des Wissens sind.

Tantrāloka (Dr. Mark S. G. Dyczkowski)

Wenn das Herz die dreifache Fessel der Illusion verbrannt hat, betritt man die Welt, die von der großen Kraft der icchā śakti regiert wird. Dieser Eintritt wird als der meditative Zustand des Geistes verstanden, in dem sich der Himmel zum „Was ist“ öffnet und das Geheimnis des Daseins offenbart wird.

Man sagt, die höheren Chakren spiegeln in ihrer Aktivität die Funktionen der unteren Chakren wider. In diesem Sinne wird auch icchā śakti, ebenso wie kriyā śakti, in drei Aspekte unterteilt. Jedes der oberen drei Zentren spiegelt dann einen transformierten und ewigen Aspekt eines der unteren drei Chakren wider.

Viśuddha Chakra

Der im maṇipūra innewohnende Geist strebt nach Dominanz, nach dem Sieg über Widerstände, und damit nach Macht über die Welt.

Im Gegensatz dazu bedeutet das fünfte Chakra, Viśuddha, Macht über die Welt durch Macht über sich selbst zu erlangen. Letztlich gibt es nur einen wahren Gegner, der im Innern liegt, und kein äußerer Sieg kann uns Macht über diesen inneren Gegner verleihen.

Viśuddha steht für Fülle, Vollendung, Stärke und Gelassenheit des eigenen Seins. Es ist der erste Aspekt der icchā śakti, die Energie der Transformation des maṇipūra. Viśuddha ist der kosmische Nektar, oft als Tropfen symbolisiert, der erlebt wird, wenn der Geist die Schönheit der Realität vollständig und jenseits aller Angst annimmt.

Ist es nicht oft so, dass der Geist uns den Genuss der Welt gerade wegen ihrer Schönheit verwehrt? Je schöner etwas ist, desto größer ist die Angst, es zu verlieren.

Nur ein transformierter Geist kann diese Schönheit jenseits aller Grenzen ertragen. Dieser transformierte Geist ist Mahā Kālī, das große und ewige kosmische Feuer.

ājñā Chakra

Svādhiṣṭhāna Chakra ist der Sitz des Schöpferischen Triebs, sowie der Anhaftung an Vergnügen und der gleichzeitigen Aversion gegenüber Schmerz. Die reine Form dieses Schöpfungsimpulses muss daher ewige Schöpfung und grenzenlose Freude sein. Diese Qualitäten der Ekstase werden im ājñā Chakra verkörpert, dem Punkt, an dem sich die zwei Flüsse des Lebens treffen, die die Kräfte der kosmischen Schöpfung symbolisieren.

Der zweite Aspekt der icchā śakti ist somit ājñā, das transformierte ewige Wasser. Diese Kraft wird von der Göttin Mahā Lakṣmī symbolisiert, die höchste und niemals endende Fülle.

Sahasrāra Chakra

Sahasrāra ist der letzte Aspekt von icchā śakti. Es ist der Sitz der formlosen und zeitlosen Existenz, die, weil sie keine Form hat, auch kein Ende kennt und damit unsterblich ist.

Dieses Chakra ist der transformierte Zustand von mūlādhāra, welches die begrenzte Existenz in Form darstellt, die, weil sie in Form und Zeit gebunden ist, sterblich und veränderlich ist.

Ist nicht samādhi, der Zustand, den die Weisen des Orients als den vollständig erwachten Zustand von sahasrāra bezeichnen, im Wesentlichen die Stille des Tiefschlafs, jedoch im vollständigen Erwachen?

Bedeutet das nicht, dass das Leben aus dem Bewusstsein des mūlādhāra dem samādhi ähnelt, jedoch ohne Einsicht in seine ungebundene Schönheit?

Vielleicht durchlaufen wir unser Leben nur, um mit neuen Augen zum zum Beginn der Reise zurückzukehren und schließlich das eigentliche Wesen der alten Orte neu zu erkennen.

 

iccha shakti para

DIE TRANSFORMATION

Wenn wir das oben genannte in Betracht ziehen, dann ist der Zweck des Kuṇḍalinī Yoga, die Energien der unteren Chakren, die von aparā regiert werden, zu aktivieren und sie in ihre höheren Formen, parā, zu transformieren.

Dieser Transformationsprozess geschieht auf natürliche Weise, wenn das Herz als Tor vom Immanenten zum Transzendenten erkannt wird und man auf diese Weise aus dem Herzen praktiziert.

Wenn Geist und Körper durch die Kraft der Yoga-Praxis gereinigt werden, können die Qualitäten der höheren Chakren entfaltet werden. Alle grundlegenden Praktiken des Hatha Yoga wie auch āsana, prāṇāyāma und dhāraṇā basieren im Wesentlichen auf diesem Prinzip.

Āsana, Prāṇāyāma, Dhāraṇā

Die Praxis des āsana konzentriert sich auf die Transformation des mūlādhāra Chakras und den darin liegenden Tiefschlafzustand des Bewusstseins. Durch āsana wird der Körper gereinigt, was gleichzeitig Freiheit von körperlichen Begrenzungen ermöglicht.

Prāṇāyāma reinigt das svādhiṣṭhāna Chakra, den Traumzustand des Bewusstseins, und befähigt den Yogi, frei von Krankheit und destruktiven Leidenschaften zu sein.

Dhāraṇā reinigt das maṇipūra Chakra, den Wachzustand des Geistes, und führt durch die Klärung der Gedanken zu dessen Beherrschung.

Swami-ji sagte mir einmal:

Die höheren Chakren, Parā, sind wie der Gipfel eines Berges, gefroren im Eis. Wenn das Feuer der unteren Zentren stark brennt, weil sie gereinigt sind, kann das Eis schmelzen und deren Erwachen kann eintreten.

Svāmī-jī Vidyānand

chakra transformation kundalini yoga

Mehr zu den Chakren hier

Eine Reise durch die Chakren ist eine Reise zu dir selbst.

In diesem Buch reisen wir auch zu den Wurzeln des Kundalini Yoga und yogische Anatomie, wir entdecken die Geheimnisse der Koshas, Prana und der Dreifaltigkeit der Göttin.

Diese tiefgründigen Praktiken, Visionen und Einsichten in die yogische Anatomie und Chakren werden jede Yoga-Praxis inspirieren und bereichern.

Weitere Artikel Wöchentlich

Wir werden wöchentlich weitere Artikel zu den einzelnen Chakren, den Koshas und Themen yogischer Philosophie verfassen. Schau vorbei oder schreib uns eine E-Mail, sodass ich dich in den Newsletter-Verteiler aufnehmen kann.

Noch Fragen? Schreib uns einfach!

Die Wirklichkeit der Chakren

Die Wirklichkeit der Chakren

Was ist Real an den chakren?

Landkarte der Erfahrung

Die Chakren haben viele Zweifler. Und das aus gutem Grund, denn warum sollte man an bunte Räder im Körper glauben? Soweit ich weiß, hat noch keiner ein solches Rad beim Sezierkurs gefunden.

Allerdings liegt diesem Zugang ein großes Missverständnis zugrunde: Die Chakren sind kein physisches Organ und können auch nicht eindeutig irgendeiner Drüse zugeordnet werden, sondern sie sind eine Landkarte unserer inneren Erfahrung. Diese Erfahrung ist menschlich und real, real als Erfahrung, nicht real als Objekt.

Zugleich ist die strahlende Kraft des Chakras eine, die wir erwecken, wenn wir den Mut haben, in die inneren Landschaften einzutreten. Es ist damit keine fixe Realität, die außerhalb der Schritte existiert, die du selbst setzt.

Die Kraft der Meditation – bhāvana – bringt sie von der Schwelle des Nichtseins ins Leben.

Dennoch ist ihre Realität als Landkarte der Erfahrung unumstritten. Die Yogis, die oft ihr ganzes Leben in tiefer Versenkung verbracht hatten, erkannten, dass die Erfahrungen des individuellen Selbst nicht ohne jede innere Form erscheinen. Gefühle und auch Gedanken haben eine Struktur im Körper, gleich einer Geometrie der Erfahrung.

Die zentrale Achse dieser inneren Landkarte ist suṣumnā, die nāḍi, welcher von der Basis des Körpers bis über den Kopf verläuft. Sie ist der Spielplatz dieser inneren Erfahrung. Wenn man sich im täglichen Leben beobachtet, kann man erkennen, dass alle inneren Erfahrungen entlang der Vertikalität von suṣumnā erscheinen und dort wieder vergehen.

So ist unsere Liebe nicht im Ellbogen angesiedelt, sondern in unserem Herzen. Deine sexuelle Erregung ist nicht in deinem Ohr, sondern im Zentrum deines Beckens. Deine Angst ist in deinem Bauch, ebenso wie deine Stärke. Wenn du eine großartige Idee oder einen Geistesblitz hast, erscheint dieser als heller Gedanke oder Bild über deinem Kopf, jedoch nicht weit unten in der Erde.

Diese vertikale Orientierung deiner psychischen inneren Erfahrung – die uns Menschen allen gemeinsam ist – ist der Grund dafür, dass sich die Chakren entlang dieser Achse finden.

Die alten Tantriker wussten das und platzierten daher die Gottheiten in diesen besonderen Bereichen der Selbsterfahrung. Die dahinterliegende Logik war jene, dass wenn eine Kraft im Zentrum der Landschaft unseres Selbst platziert wird, das Selbst dann Teil dieser Kraft werden muss.

Wo sonst sollte die Gottheit verehrt werden als im Tempel des eigenen Selbst?

mualdhara chakra sound

Die Dreifaltigkeit der Kraft

Die drei Kräfte

Das erste System der Chakren, in dem sie als bedeutungsvolle Zentren der Lebenskraft des Körpers beschrieben werden, stammt aus dem Taoismus und wird auch heute noch in Form der unteren, mittleren und höheren Dantien (tan t'ien – Meer des Qi) gelehrt.

Dieses Dantien ist in genau derselben Form auch im traditionellen Tantra bekannt. Das untere Dantien wird im Tantra kanda genannt und wird als an derselben Position befindlich und mit denselben Attributen im Taoismus beschrieben. Es befindet sich drei Finger breit unterhalb des Nabels, ist eiförmig und von strahlend goldener Farbe.

Die beiden höheren Zentren des mittleren und höheren Dantien entsprechen dem, was im Yoga anāhata und ājñā ist.

Diese Einteilung der Energie in das untere, das zentrale und das obere Zentrum ist die grundlegendste Realität der Chakren und der Struktur des Selbst.

Wir bewegen uns zwischen der magnetischen Kraft der Erde und der elektrischen Kraft des Himmels hin und her, unsere Mitte ist das Herz, der Sitz unseres eigentlichen Lebens.

Die Tantriker verwendeten eine Meditationstechnik, bei der Kuṇḍalinī in den drei wichtigen Zentren des Körpers erweckt wurde: im kanda als die feurige Ādhāra Kuṇḍalinī, im Herzen als das Licht der Wahrheit – madhya Kuṇḍalinī – und im Kopf als der göttliche Wille – Ūrdhva Kuṇḍalinī.

Kuṇḍalinī wird dann aus der Trinität dieser Zentren in die Mitte gelenkt, um dort mit der Seele zu verschmelzen – dem Zentrum des Seins.

trinity power shakti

DIE GROßE BEDEUTUNG DER CHAKREN

Heutzutage werden die Chakren typischerweise als Sitze unseres emotionalen Wohlbefindens sowie als Sitz übernatürlicher Kräfte gesehen. Kristalle, Farben, Klangschalen und Massagen sollen helfen, die verborgenen Kräfte in diesen Zentren zu erwecken und uns zurück zur Harmonie zu führen.

Neben all dem wurde jedoch der wichtigste Schatz vergessen, den die Chakren für uns bereithalten.

Das größte Geschenk der Chakren ist, dass sie in unserem Körper lokalisierte Tore darstellen, durch die wir in unsere Erfahrung eintreten können. Die Chakren zeichnen eine Landkarte der Erfahrung, und wie jede Landkarte dient auch diese zur Orientierung. Wir können nun die Orte finden, die wir suchen, anstatt im Nebel unserer Erfahrung herumzuirren.

Der Yogi kann durch diese Tore Zugang zu einer bestimmten Kraft, zu einer bestimmten Erfahrung des Selbst erlangen.

Zum Beispiel erwähnt die Śiva Saṃhitā (3:73), dass Meditation (z.B. dhāraṇā für zwei Stunden) über einem Chakra es dem Praktizierenden ermöglicht, die dort liegende Begrenzung zu überwinden und eine Kraft zu erwecken. Beispielsweise wird die Limitierung des Feuers durch Meditation über maṇipūra überwunden oder die Begrenzung des Elements Luft durch Meditation über anāhata.

Die aufeinanderfolgende Meditation (dhāraṇā) über alle Zentren ermöglicht es, den „Nektar der Unsterblichkeit“ zu trinken. Diese alten Techniken sind nur ein Bruchteil der Wege, Kräfte durch ihre Tore im Körper zu erwecken und das Potential der menschlichen Psychisch zu entfalten.

Der Körper ist ein Spiegel des Universums, also müssen alle Gottheiten und auch weltlichen Erfahrungen darin ein Zuhause finden. Der Körper ist eine weite Landschaft, voll von Tempeln, Ozeanen, Bergen und Wesen aller Art.

Die Erfahrungen des Selbst sind die Jahreszeiten dieser Landschaften und die seismischen Aktivitäten seiner Erde, das Wirbeln seiner Winde und das Strahlen seiner Gestirne. In den Tempeln dieser Landschaften trifft das Irdische auf das Göttliche und wenn du den Tempel dort im Innern betrittst, bist du wahrhaft zuhause.

In diesem menschlichen Körper wird der Berg Meru (die Wirbelsäule) von sieben Inseln umgeben; es gibt Flüsse, Meere, Berge, Felder und Herren der Felder. Es gibt darin Seher und Weise; auch alle Sterne und Planeten. Es gibt heilige Pilgerreisen, Schreine und präsidierende Gottheiten der Schreine. Sonne und Mond, die Mächte der Schöpfung und Zerstörung, bewegen sich ebenfalls darin. Äther, Luft, Wasser und Erde sind auch da.

Śiva Saṃhitā (3:1–3)

bhairava mudra meditation

MODERNES VERSTÄNDNIS der Chakren

Als die Ṣaṭ-Cakra-Nirūpaṇa 1912 erstmals ins Englische übersetzt wurde, fand die Idee der psychischen Zentren im Körper großen Anklang bei Lesern und Praktizierenden seiner Zeit.

Die Theosophische Gesellschaft, geleitet von der Okkultistin Madame Blavatsky in Chennai, war von der Vision der Chakren sehr inspiriert und verband das Konzept mit der menschlichen Anatomie. Ihrer Meinung nach mussten die Chakren anatomische Gegenstücke haben, und da zu dieser Zeit das Drüsensystem neu entdeckt wurde, versuchte man, die Funktionen der Chakren mit denen der Drüsen zu erklären und auf diese Weise Zuordnungen zwischen beiden Systemen zu finden.

Später schrieb auch der Magier und Okkultist Aleister Crowley über Kundalini Yoga er wurde schnell zu einem Helden der New-Age-Bewegung. Die wichtigste Brücke in den Westen wurde jedoch über den bedeutenden Schweizer Psychologen Carl Jung geschlagen.

Er verbrachte drei Monate mit Reisen durch Indien, wo er nach dem Besuch eines Kali-Tempels eine Vision der Göttin hatte. Er war so fasziniert von der spirituellen Kraft Indiens, dass er 1932 Vorträge über Kundalini Yoga hielt. Aus diesen bahnbrechenden Vorträgen entstand sein berühmtes Buch "Die Psychologie des Kundalini Yoga".

Jung schlug viele Ideen vor, die später mit der New-Age-Bewegung verschmolzen und unser Verständnis der Chakren als Ausdruck einer individuellen psychologischen Evolution formten. Für Jung war die spirituelle Evolution, die sich symbolhaft in der Abfolge der Chakren zeigt, ein makrokosmischer Ausdruck der individuellen psychologischen Evolution des Menschen.

Dieses Verständnis der Chakren, das durch die Ṣaṭ-Cakra-Nirūpaṇa geformt und dann auch von Jung im Licht der modernen Psychologie neu interpretiert wurde, wird heute nicht nur im Westen als das wichtigste System der Chakren betrachtet, sondern auch in Indien selbst.

In jedem Fall ist das Chakrensystem sicherlich multidimensional, und viele Interpretationen können auf eine tiefere Wahrheit hinweisen. Insofern ist diese jungianische Psychologisierung der Chakren ebenso eine Offenbarung wie die Erkenntnis, dass sich die spirituelle Evolution des Kosmos im Individuum widerspiegelt.

Beide Visionen können unser Verständnis von uns selbst und dem Kosmos vertiefen.

ajna chakra sound

Mehr zu den Chakren hier

Eine Reise durch die Chakren ist eine Reise zu dir selbst.

In diesem Buch reisen wir auch zu den Wurzeln des Kundalini Yoga und yogische Anatomie, wir entdecken die Geheimnisse der Koshas, Prana und der Dreifaltigkeit der Göttin.

Diese tiefgründigen Praktiken, Visionen und Einsichten in die yogische Anatomie und Chakren werden jede Yoga-Praxis inspirieren und bereichern.

Weitere Artikel Wöchentlich

Wir werden wöchentlich weitere Artikel zu den einzelnen Chakren, den Koshas und Themen yogischer Philosophie verfassen. Schau vorbei oder schreib uns eine E-Mail, sodass ich dich in den Newsletter-Verteiler aufnehmen kann.

Noch Fragen? Schreib uns einfach!

Chakren – Überblick und Geschichte

Chakren – Überblick und Geschichte

Kurze Geschichte der Chakren

Chakra oder cakra bedeutet Rad oder Kreis. Interessant ist auch, dass sich das griechische Wort "kulkos" und sogar das englische "cycle" von diesem Wort ableiten.

Das Wort Chakra taucht in frühen Schriften wie dem vedischen Ṛgveda auf. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass das Wort Chakra zu dieser Zeit noch nicht für ein psychisches Energiezentrum stand, sondern ein Rad oder Machtzentrum bezeichnete.

Im 1. Jahrhundert v. Chr. sprechen frühe Upaniṣaden von subtiler yogischer Anatomie, wie den nāḍis. Ebenso erwähnt die Dhyānabindu Upaniṣad aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. bereits Techniken des Kundalini Yoga, das Aufsteigen der Energie (Śakti) und die Positionen der unteren Chakren.

Mit der weiteren Entwicklung des tantrischen Yoga ab dem 8. Jahrhundert n. Chr. wurde das yogische Verständnis der Chakren mehr und mehr verfeinert. Die in dieser Zeit verfassten upaniṣaden, wie die Yoga-Kuṇḍalini Upaniṣad, betonen die Bedeutung der Chakren für die Kunst des Kundalini Yoga.

Der Weg des Yoga, wie er in der Gīta oder den späteren Yoga-Sūtras genau beschrieben wurde, führt über die Reinigung des Selbst zur Hingabe und zur Erleuchtung. Die Chakren existierten außerhalb der Lehren des frühen klassischen Yogas und waren eine rein tantrische Lehre. Erst in den späteren Schulen des Hatha Yoga und des tantrischen Kuṇḍalinī Yoga wurden sie dann als Schlüssel zur Erleuchtung betrachtet (Haṭha-Yoga-Pradīpikā, 3:105–110).

Durch das Zusammentreffen von vāyu und agni (mūlabandha) durchstößt die Kuṇḍalinī den brahmagranthi und dann den Viṣṇugranthi. Dann durchstößt sie den rudragranthi [die drei Knoten]. Danach werden alle sechs Lotusse durchbohrt. Dann ist Śakti glücklich mit Śiva im Sahasrāra Kamala (tausendblättriges Lotus-Chakra). Dies sollte als der höchste Seinszustand bekannt sein, und das Tor der endgültigen Seligkeit.

Yoga-Kuṇḍalini Upaniṣad (85–86)

mualdhara chakra sound

CHAKREN ALS MEDITATIONSWERKZEUGE

Ein weit verbreitetes modernes Missverständnis über die Chakren ist, dass sie nicht ausschließlich als eine Karte der subtilen inneren Anatomie dienen, sondern das Chakra ist und war auch damals ein Meditationswerkzeug.

Das bedeutet, dass die Aktivierung und das damit verbundene Erleben des Chakras ein bewusster, willentlicher Akt ist, der im Rahmen der Meditation geschieht. Das Chakra besitzt somit keine eigenständige Existenz außerhalb des Geistes, der es erschafft.

Der eigene Wille ist also der Schlüssel, um in die Erfahrung zu treten.
Von Anfang an verwendeten Yogis Visualisierungstechniken, bei denen sie ein drehendes Rad, das der Energie einer bestimmten Gottheit gewidmet war, mit ihrer Vorstellungskraft im Körper platzierten. Diese Räder der Gottheiten wurden an verschiedenen Orten des Körpers platziert, um die Macht der Gottheit in diesem speziellen Bereich zu aktivieren und ein Tor in die innere Erfahrung zu öffnen.

Die Gemeinsamkeit verschiedener Systeme der Chakren liegt in ihrer vertikalen Ausrichtung entlang der Achse der inneren Erfahrung (oder suṣumnā) – verschiedene Systeme wurden von den tantrischen Traditionen geschaffen, um bestimmte Energien innerhalb dieser Achse zu erwecken.

Die Kaubjikā-Tradition lehrte routinemäßig zwei sehr unterschiedliche Systeme, von 5 und 7 Zentren, und deutete damit auch an, dass die Realität der Chakren eher ein Werkzeug der Meditation ist als eine Beschreibung einer festen energetischen Realität. Je nach Ziel der Meditation und des Systems, das man wählt, wird eine unterschiedliche Anzahl von Chakren – und unterschiedliche Werkzeuge darin – gewählt.

Die meisten Systeme beschreiben die Chakren als Ausdruck einer bestimmten Bewusstseinsebene. Kuṇḍalinī, die Göttin, ist dann jene Kraft, die ein Ebene zugunsten einer neuen überwinden kann, und so die Chakren durchdringt.

Daher werden Chakren oft als granthi beschrieben, ein psychischer Knoten oder eine Blockade, die überwunden werden muss. Die Tradition nennt drei primäre Knoten im Körper: Brahmā granthi, Viṣṇu granthi und Rudra granthi, die drei grundlegende Anhaftungen des individuellen Selbst darstellen oder drei Hürden, um in das kosmische Bewusstsein aufzusteigen. Diese drei Anhaftungen stehen exemplarisch für alle anderen Limitationen, die das Individuum haben kann, also stehen sie auch stellvertretend für die sieben Chakren.

Tatsächlich ist die Definition eines Chakras ein Knoten, der von Kuṇḍalinī durchstoßen wird. Kuṇḍalinī ist oft jene, die wie eine Nadel die Blüten der Chakren auf einer Schnur auffädelt und so, indem sie sie durchstößt, ein harmonisches Ganzes schafft.

Durch den Kontakt von agni mit mānas und prāṇa erweckt, nimmt sie die Form einer Nadel an und durchstößt die suṣumnā. Der Yogi sollte mit großer Anstrengung diese Tür öffnen, die verschlossen ist. Dann wird er die Tür zur Erlösung durch Kuṇḍalinī durchstoßen.

Dhyānabindu Upaniṣad (5:66)

chakra sound

Chakra Systeme und Werkzeuge

Die Fünf Elemente

Die bekannteste Technik der Chakrenmeditation und jene, die mir auch von meinem Lehrer beigebracht wurde, ist bhūta śuddhi, die Reinigung der fünf Elemente. Fünf Chakren – jedes drückt eines der fünf Elemente in seinem eigenen Wesen aus – werden im Körper platziert.

Sobald die Kräfte der fünf Elemente aktiv sind, kann Kuṇḍalinī als die Kraft der Mitte aufsteigen. Die fünf Elemente repräsentieren die fünf Begrenzungen, die durch jedes Element dem Wesen auferlegt werden. Wenn die Elemente durch das Mantra aktiviert werden, wird die Energie des Elements durch die Kraft des Bewusstseins und mantraśakti durchdrungen.

Auf diese Weise wird die Begrenzung des Elements transzendiert und seine Kraft verfügbar.

pancha butha suddhi yoga

Schatten oder Licht

Alles ist Schatten und Licht zugleich. Der Unterschied zwischen beiden ist nicht das Element selbst, sondern die Anwesenheit des Bewusstseins.

Die Göttin, die sich als die fünf Elemente manifestiert, ist sowohl Begrenzung als auch Freiheit, ebenso wie māyā sowohl die Göttin der Illusion als auch die Mutter aller Erkenntnis ist. Ob sie nun Bindung oder Befreiung ist, hängt nicht von dem Element selbst ab, in dem sie erscheint, sondern von dem Grad des Bewusstseins, mit dem das jeweilige Element erkannt und damit ins Sein integriert wird.

Wenn das niedrigste aller Elemente (Erde) nicht durch die Kraft des Bewusstseins ein aktiver Teil des Selbst wird, sondern im Schatten der Ignoranz sein Unwesen treibt, dann ist es Bindung und ein Tor zur Hölle.

Wird es stattdessen durch die Kräfte des Bewusstseins durchdrungen, kann es transzendiert werden und wird eine Quelle großer Stärke, Mitte und Stabilität. Wenn du den Schatten in das Licht der Mitte holst, wird er dein Verbündeter.

Durch prakṛti wirst du aufsteigen. Es ist prakṛti, durch die du fallen wirst.

Swami Lakshman Joo

Die Gottheiten

Ein weiterer wichtiger Ansatz ist es, die sechs wichtigsten Gottheiten im Körper zu platzieren und so ihre Kräfte im Selbst zu erwecken. Diese Gottheiten sind höchste Götter, die in Indien zu verschiedenen Zeiten der Geschichte als höchste Form verehrt wurden. Die gesellschaftliche Evolution, die das Bild einer bestimmten Gottheit schuf und die Kraft, die in ihr verehrt wurde, ist Ausdruck der spirituellen Evolution, die hinter der gesellschaftlichen Entwicklung wirkt.

Die Tantriker waren sich dieses Zusammenhangs bewusst und verehrten daher die Kette der höchsten Götter als Repräsentationen der spirituellen Evolution, nicht nur im Kosmischen, sondern auch im individuellen Leben des Menschen. Aus dieser Sicht ist die Platzierung dieser Gottheiten im Körper und das Transzendieren derselben, einer nach der anderen (von unten nach oben), eine symbolische, aber kraftvolle Reise durch die eigene innere spirituelle Evolution.

Die sechs Gottheiten, als Evolution vom mūlādhāra bis ājñā:

• Brahmā: Schöpfergott
• Viṣṇu: Allgegenwärtiger Gott
• Rudra: Zerstörergott
• Īśvara: Persönlicher Gott
• Sadāśiva: Formloser tantrischer Śiva
• Bhairava/Maheśvara: Höchster linksgerichteter Śiva

Die Vokale

Im Yoga ist Klang - Vibration heilig. Das ganze Universum ist durch den Urklang, Oṃ, geschaffen. In den Yoga Sutras erklärt Patanjali, dass Oṃ die Klangform von Īśvara, also Gott, ist. Oṃ ist damit die Quelle aller Dinge und der Same aller echten Einsicht.

Da Oṃ Gott in Form von Klang ist, ist Oṃ auch Śabda Brahman, die Kette der Klänge, aus denen sich das Universum formt und aus denen alle anderen Klänge hervorgegangen sind. Jeder Klang ist damit eine schöpferische Kraft des Höchsten – das Wort, mit dem Gott die Welt schafft. Zusammen bilden diese Worte den einen großen Klang, der die das Universum selbst ist. Sie sind Kuṇḍalinī, die schöpferische Kraft des Höchsten.

Die Chakren sind Ausdruck dieser Evolution vom Höchsten in das Stoffliche und zurück vom Stofflichen zum Höchsten. Dieser Prozess der Evolution und Involution verläuft entlang der Leiter der Klänge, die jedem Blütenblatt der Chakren zugeordnet werden.

Betrachten wir die Anzahl der Blütenblätter an den Lotussen der Chakra, so ergibt deren Anzahl 50 (4+6+10+12+16+2), was allen 50 Lauten des Sanskrit-Alphabets entspricht. Diese vereinen in ihrer Summe alle Klänge und zeichnen auf diese Weise den großen Urklang Oṃ, Gott die eine Quelle.

Durch diese Chakren von unten nach oben zu reisen und die Klänge an ihren Blütenblättern zu platzieren, ist also eine Reise durch das Selbst, vom Groben zum Feinen, vom Stofflichen zurück zur Quelle aller Schöpfung

ajna chakra sound

Systeme

Eines der frühesten Systeme der Chakren entstand im 6. Jahrhundert v. Chr. und ist uns aus dem Kālottara-Tantra bekannt. Dies war ein System von fünf Zentren, bei dem das niedrigste (mūlādhāra) im Herzen platziert war, und jedes nachfolgende Zentrum stetig aufstieg. Das Kālottara-Tantra schlug Meditationen vor, in denen die Kuṇḍalinī durch die fünf Elemente vom Herzen aufwärts aufsteigt und über dem Kopf letztendlich Erfüllung findet. Dieses System war konservativ, das bedeutet das es die unteren Zentren und die als gefährlich verstandene sexuelle Energie die darin schläft ignorierte.

Unser heute bekanntes System wurde erstmals im Kubjikāmata-Tantra der Kaubjikā-Tradition als eines der beiden wichtigsten Systeme in ihrer Tradition erwähnt. Dieses System aus sechs Chakren tauchte später in der Śiva Saṃhitā und in der Ṣaṭ-Cakra-Nirūpaṇa auf, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts ins Englische übersetzt wurde, und fand seinen Weg in die New-Age-Bewegung.

Die Ṣaṭ-Cakra-Nirūpaṇa ist kein Tantra oder ein klassischer Text, sondern ein Traktat, das vom Gelehrten Svāmī Purnananda im 16. Jahrhundert verfasst wurde. Der Text ist in erster Linie eine bildhafte Beschreibung der Mandalen der Chakren mit ihren zugehörigen Gottheiten und Symbolen.

Die Ṣaṭ-Cakra-Nirūpaṇa ist nicht leicht für Leien verständlich, trotzdem ist sie wunderschön und inspirierend, sie ist eine bunte Reise durch die Welt der Chakren, Kuṇḍalinī und ihrer Symbole.

anahata chakra sound

Mehr zu den Chakren hier

Eine Reise durch die Chakren ist eine Reise zu dir selbst.

In diesem Buch reisen wir auch zu den Wurzeln des Kundalini Yoga und yogische Anatomie, wir entdecken die Geheimnisse der Koshas, Prana und der Dreifaltigkeit der Göttin.

Diese tiefgründigen Praktiken, Visionen und Einsichten in die yogische Anatomie und Chakren werden jede Yoga-Praxis inspirieren und bereichern.

Weitere Artikel Wöchentlich

Wir werden wöchentlich weitere Artikel zu den einzelnen Chakren, den Koshas und Themen yogischer Philosophie verfassen. Schau vorbei oder schreib uns eine E-Mail, sodass ich dich in den Newsletter-Verteiler aufnehmen kann.

Noch Fragen? Schreib uns einfach!

Die Erleuchtung und die Sauna

Die Erleuchtung und die Sauna

Eine Erleuchtung von Moriz Wenzel

Was hat eine Sauna mit der Erleuchtung zu tun?

Alles! Sie ist der Innbegriff des yogischen Erwachens. Lasst mich erklären:

Sauna und das yogische erwachen - kriya yoga

Das Fundament

Zuerst ist ein solides Fundament wichtig. Behutsam sollten die Ränder abgesteckt, ein-nivelliert und dann mit einer passenden Umrandung befestigt werden. So wie die körperlichen, psychologischen als auch sozialen Grenzen die ein Jeder um sich zieht.

So wie eine Sauna einen Platz in dieser Welt braucht, brauchen und haben auch wir einen. Denn bevor wir nicht in der Lage sind in der Welt zu funktionieren, können wir auch nichts erschaffen, das für Andere einen Nutzen hat.

 

fundament beton Sauna und das yogische erwachen - kriya yoga
beton Sauna und das yogische erwachen - kriya yoga

Der Beton

Wenn das Fundament also abgesteckt und umrandet ist, kann der Beton gegossen werden.

Er ist worauf die Sauna tatsächlich steht. Das, was es der Sauna erst ermöglicht in dieser Welt zu sein.

Unsichtbar nach der Vollendung trägt er alles und will keinen Ruhm dafür. Er ist selbstverständlich, immerwährend und unabdingbar.

So wie das Selbst, dass unbemerkt durch einen hindurch leuchtet und unseren Körpern als auch Geistern das Bewusstsein schenkt.

Gefertigt aus gebrannter Erde und Wasser, die an der Luft zu einem Stein aushärtet. Es werden alle 4 Elemente: Feuer, Wasser, Luft und Erde, benötigt um diesen Felsen des Selbst und des Saunafundaments zu erschaffen.

Sauna und das yogische erwachen - kriya yoga
sauna und yoga

Die Sauna

Auf das Fundament kommt selbstverständlich die Sauna selbst.

Ein hochkomplexes Meisterwerk der Natur, dass fast nur durch den menschlichen Körper noch übertroffen wird. Sofort sind die Parallelen klar:

Aus unzähligen Einzelteilen wird ein Werk erschaffen, das eigentlich subtil und verletzlich ist. Die notwendige Hülle für den Geist; der Tempel für die Seele; die Schale die die Hitze Innen hält.

Der Menschliche Körper und das Selbst sind nun die Vorrausetzung für ein spirituelles Erwachen.

Die Hitze

Dieses kann aber erst durch die Praxis erlangt werden. In unserer yogischen Praxis müssen wir das Feuer tief im Inneren entfachen (tapas die erste Stufe des Kriya Yoga), die Energie aufsteigen lassen und das Ego verbrennen.

Das Ego ist ein Konstrukt aus Glauben. Glauben darüber, Was wir sind, Wer wir sind und vor allem Wie wir sind.

Wenn das Ego stirbt, kann das wahre Selbst durchscheinen und uns in den kosmischen Fluss der Dinge bringen. Yoga bietet uns im Kriya Yoga die Möglichkeit dieses Feuer im Inneren zu entfachen und zu Schüren.

 

sauna und erleuchtung im yoga
sauna in rossatz

Die Handlung und ihre Kraft

Aber nur das Tun und Erledigen unserer eigentlichen Aufgabe, unseres Sinns, kann uns wirklich zum Ziel führen. So wie eine Sauna heiß wird, um Menschen zu heilen, ist es nicht die Aufgabe der Sauna heiß zu sein, sondern es ist das Heilen.

So ist es auch beim Menschen.

Es ist nicht unsere Aufgabe Yoga zu praktizieren. Yoga hilft uns lediglich dabei unsere eigentliche Aufgabe zu erledigen. Eine Aufgabe die nicht gewusst werden kann.

Die von einem Ort herrührt, der jenseits der zu verstehenden Welt liegt.

Das ist Kriya Yoga. The Yoga of the Power of Action.

Wochenende des Klang-Yoga und Tantra

Wochenende des Klang-Yoga und Tantra

Am Wochenende vom 23. bis 25. Oktober Eine Reise ins Herz des Tantra.

Verliebt in Klang und Schwingung

Mein Name ist Emmanuelle Cueff und ich werde euch auf eine Reise in die Welt des authentischen Tantra und Klangs mitnehmen.

Von Klang und Schwingung verzaubert und seit meiner Kindheit fasziniert von der Unendlichkeit des Lebensreigen, bin ich ein Suchender, der es liebt, zu den Wurzeln der Dinge zurückzukehren, um dem Nektar der Schöpfung immer näher zu kommen.

Ich bevorzuge den Weg der direkten Erfahrung. Zu meinen Forschungsgebieten zählen Schwingung, Bewegung, Klang, Natur, die menschliche und kosmische Natur des Menschen sowie die Geheimnisse von Energie und Bewusstsein.

Seit 16 Jahren begleite ich Menschen auf einer Reise durch Körper, Energie und Klang – als Katalysator für tiefe Präsenz, eine Rückkehr zur Spontaneität und ein Erwachen des Bewusstseins.

Vom Organischen zum Kosmischen

Vom Organischen – das uns mit unserem Körper, unseren Gefühlen und der Natur verbindet – bis hin zum Kosmischen … Ich lade euch ein, die verschiedenen Ebenen des Seins zu erkunden, sei es allein oder in der Gruppe.

Gemeinsam entdecken wir, wie die Wiederverbindung mit unserem inneren Universum den Weg zur Verkörperung verspricht – eine Verkörperung, die sich auch in der Außenwelt widerspiegelt. Innen und Außen, die in Wahrheit eins sind.

Das Yoga des Klangs und der tantrische Weg

Ich lade Sie ein, eine Rückkehr zur Achtsamkeit zu erleben, mithilfe tiefgreifender Methoden, die aus meinem „Yoga des Klangs“ und dem kaschmirischen Shivaismus – dem tantrischen Weg – stammen, insbesondere aus der Kaula-Tradition.

In dieser Tradition ist der Körper selbst der Tempel von Kali. Es ist daher nicht notwendig, den Körper abzulehnen oder zu verleugnen, um die Vereinigung mit dem Göttlichen zu erfahren. Im Gegenteil: Hier wird nichts als rein oder unrein angesehen, sondern alles wird als lebendige Dynamik betrachtet, die unserer Entwicklung dient.

Kali – die Verkörperung der Liebe und die Befreierin

Kali ist die absolute Wirklichkeit, die mehr oder weniger schlummernd in uns ruht. Wenn sie sich wieder zu regen beginnt, erfüllt sie uns mit dem Verlangen nach Vereinigung mit dem Göttlichen – jenem Verlangen, das alle anderen übersteigt und sich als reine Liebe offenbart.

Der oft furchteinflößende Aspekt von Kali, der häufig missverstanden wird, ist eng mit ihrer bedingungslosen Liebe verbunden. Sie ist die große Befreierin in uns und darüber hinaus. Sie handelt aus grenzenloser und bedingungsloser Liebe heraus.

Seine Kraft kann auflösen, überwinden und uns zur Befreiung führen – durch die Akzeptanz des Todes. Dann erkennen wir, wie das Offenbaren unserer wahren Natur in der ganzen Wahrheit des Augenblicks dazu führt, das loszulassen, was sterben muss … bis zur Wiedergeburt.

Tod und Leben … Leben und Tod … ein und dasselbe Werk. Die Akzeptanz des Todes wird zum Schlüssel zur Freiheit.

Fish Logo Matsya Yoga. Yogalehrerausbildung der Yoga Alliance in der Wachau. Hatha-Yoga-Ausbildung, authentisches Kundalini-Yoga. Yoga-Kriyas.

Die Praxis öffnet ihre Türen

Heute gebe ich nicht mehr nur Namen an – ich öffne die Tür zu meiner Praxis. Eine Praxis, die von tiefen, ehrlichen Erfahrungen geprägt ist und sich derzeit auf vielfältige Weise entfaltet.

Ob durch den Atem, den Körper, Bewegung, Klang, Gesang, Mantras, Visualisierung oder wiederentdeckte SPONTANITÄT – ich werde dich auf deiner Reise von der Energie zu deiner ganz eigenen, einzigartigen und doch universellen Energie begleiten … und von dort weiter zum Bewusstsein.

Werkzeuge für deine eigene Freiheit

Ich möchte euch diese wunderbaren Werkzeuge vorstellen, die mich über die Jahre begleitet und mir zu mehr Ganzheitlichkeit verholfen haben. Sie werden auch euch dabei helfen, eure eigenen Schlüssel zu finden, um eure inneren Türen zu öffnen – hin zu der Freiheit, wahrhaftig und authentisch zu sein.

Und letztendlich geht es nicht mehr darum, ein Schlüssel oder eine Tür zu sein … sondern darum, zu der wiederentdeckten Weite und Unendlichkeit des Raumes zu werden, sobald die Tür zum inneren Selbst geöffnet wurde. Ich möchte diese wunderbaren Werkzeuge mit euch teilen, die mich über die Jahre begleitet und zu größerer Ganzheit geführt haben. Sie werden auch euch helfen, eure eigenen Schlüssel zu finden, um eure inneren Türen zu öffnen – hin zur Freiheit, wahrhaftig und authentisch zu sein.

tantra sound yoga
tantra sound yoga

Tagesprogramm (23.–25. Oktober)

Freitag – Sonntag

Freitag
17:00–20:00 Uhr: Begrüßung – Eröffnungskreis – Tantra-Visualisierung & Shakti-Shiva-Mantras / Meditation

Samstag
8–9 Uhr: Klang-Yoga-Praxis – Atem und Körperbewegungen verschmelzen mit den Urklängen und Bija-Mantras.
9–10 Uhr: Frühstück
10–12 Uhr: Tandava (tantrischer Tanz) / Kali-Praxis – Mantra-Meditation
16–19 Uhr oder 17–20 Uhr: Tantra-Visualisierung / Verbindung – Mantra-Gesangskreis – KALI / Mantras empfangen & teilen / Meditation

Sonntag
8–9 Uhr: Klang-Yoga-Praxis – Atem und Körperbewegungen verschmelzen mit den Urklängen und Bija-Mantras.
9–10 Uhr: Frühstück
10–12 Uhr: Tandava (tantrischer Tanz) / Abschlusskreis – Singen von Shakti- und Shiva-Mantras / Säen des Samens von TARA.

Anfahrtsbeschreibung

Dieser wunderbare Workshop findet am Wochenende vom 23. bis 25. Oktober in unserem neuen Zentrum in der Rossatz 12 statt.
Die Anreise ist ganz einfach: Nehmen Sie den Zug von Wien nach Krems und von dort den Bus nach Rossatz. Die gesamte Fahrt von Wien dauert etwa 1½ Stunden.

Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns bitte an.

Kursgebühr

Der Kurs dauert drei Tage. In der Kursgebühr sind die Unterkunft und ein leichtes Frühstück enthalten. Für alle anderen Mahlzeiten steht eine Küche zur Verfügung, und in der Nähe gibt es einen Lebensmittelladen.

Die Kursgebühr beträgt 350 € als Frühbucherpreis für das gesamte Wochenende, wenn Sie vor dem 1. August buchen, und 420 € nach dem 1. August.

Anmeldung

Um Ihren Platz im Kurs zu reservieren, ist eine Anzahlung in Höhe von 50 Euro erforderlich. Diese muss auf das Bankkonto unseres Vereins überwiesen werden. Bitte senden Sie uns anschließend eine E-Mail mit einem Screenshot der Überweisung, damit wir diese Ihrer Buchung zuordnen und Ihren Platz umgehend reservieren können.

Das Bankkonto des Vereins:
Matsya Yoga / Bank Austria / IBAN: AT50 1200 0100 4187 2572 / BIC: BKAUATWW

Sollten Sie Fragen haben, zögern Sie bitte nicht, sich bei uns zu melden.

home@yogamatsya.com

Wir freuen uns darauf, Sie am Freitagabend im Rossatz begrüßen zu dürfen!

Erfahren Sie mehr über Emmanuelle

Emanuelle ist meiner Meinung nach eine der besten tantrischen Musikerinnen unserer Zeit.

Ihre Musik versetzt einen in eine fast surreale Trance – eine sanfte, tiefgründige Reise durch das Universum.

Sie verschwendet keine Energie auf Werbung oder soziale Medien. Ihre ganze Energie fließt ausschließlich in ihre Kunst. Und genau das spürt man: Das ist es, was ihre Musik so kraftvoll und authentisch macht.

Komm mit uns. Lass uns mit ihr bis an die äußersten Grenzen des Universums reisen, bis ins tiefste Innere des Herzens und wieder zurück.

Haben Sie Fragen? Schreiben Sie uns einfach!

14 + 11 =

2. chakra zeichnung