Neujahrsvorsätze sind etwas Schönes.
Wir möchten erkennen was uns an uns selbst stört, oder vielleicht nur Verbesserns wert erscheint, und möchten uns darum bemühen es zu verändern. Vielen fällt diese Änderung schwer bis unmöglich. Das kann an vielen Gründen liegen, möglicherweise will man es nicht genug? Oder vielleicht bemüht man sich nicht richtig? Ist vielleicht dieses fehlende Bemühen das Problem, das man ändern will? Oder ist das, was man ändern will, gar nicht falsch, sondern nur eine Eigenschaft eines wunderbaren Individuums, welches sich gar nicht ändern braucht?
Die Antwort auf diese Frage ist nicht wichtig, denn natürlich ist sie für jeden Individuell und kann nicht aus einer Massen-E-Mail herausgelesen werden. Daher lasst mich lieber über meinen Vorsatz erzählen, der nicht nach Änderung strebt, sondern nach dem Mut zum Gleichbleiben.
Letztes Jahr habe ich meine Karriere als freischaffender Musiker begonnen. Wie ich an diesen Punkt gelangen konnte, ist mir bis heute ein absolutes Mysterium. Ein Mysterium, dass ich hier mit ein paar Zeilen beleuchten möchte.
In der Zeit vor meiner Selbstständigkeit, habe ich mich sehr um die Musik bemüht und viele Projekt gestartet, betreut, mitgeholfen, und dabei vielen Mit-Musikern eine harte Zeit bereitet. Ich wollte so unbedingt einen Beruf daraus machen, dass sogar die Freundschaft mit meinem lieben Schlagzeuger-Kollegen Mathäus, darunter gelitten hat. Jegliche Form von Erfolg durch den Stress, den ich dadurch verursachte, blieb allerdings aus.
Schließlich gab ich auf. Aber nicht die Musik und nicht meine Leidenschaft. Ich gab die Belohnung für mein Schaffen auf. Ich ließ völlig von der Idee los, dass das, was ich tat irgendeinen zusätzlich Gewinn bringen sollte, abgesehen davon, dass ich tue, was ich gerne tue. Plötzlich wurde das Tun ganz leicht, die Dinge bewegten sich weiter und eines Morgens, wie aus dem nichts, sah ich eine Anzeige von Rock4Kids, für die ich nun seit einem Jahr als Musiker arbeite. Wie durch Magie fand mein Weg zu mir.
Die Weisheit von der Belohnung loszulassen und sich im Tun zu verlieren, habe ich aus der Baghavad Gita, wo es heißt:
refute the fruits of your actions
Damit ist genau das gemeint, was ich oben beschrieben habe. Hör auf über die Belohnung nachzudenken, die dein Schaffen bringen soll, und verliere dich im Schaffen selbst. Das bedeutet nicht, dass man zur Belohnung nein sagen soll, wenn sie kommt: großartig, wenn nicht: auch großartig!
Damit möchte ich mich selbst dazu motivieren, auch mit dem neuen Studio in der Sechshauserstraße 26, diesen Kurs beizubehalten. Denn es ist nicht leicht davon loszulassen, vor allem nicht, wenn man zu tief in die Geldbörse schaut. Es erfordert Mut und ein bisschen Glaube. Aber ich denke gemeinsam können wir hier einen Ort schaffen, an dem Magie passiert.
Ich hoffe diese Worte waren ein Gewinn für dich und wünsche dir, liebe Leserin und Leser, ein wundervolles Jahr 2026 und hoffe dich bald bei uns im Studio begrüßen zu dürfen.
Die Kraft und Weisheit neue Weg zu gehen, findet man in der Stille. Und in die Still taucht man am leichtesten mit Hilfe von Yoga.
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